THEATER IM
PFALZBAU
Pfalzbau 10 Schauspiel
Schauspiel

Arendt

DonnerstagDonnerstag10. Dezember10.12.202619:30 UhrTickets 26 - 51 €
FreitagFreitag11. Dezember11.12.202619:30 UhrTickets 26 - 51 €
Schauspiel

Arendt

Wir treffen die politische Theoretikerin Hannah Arendt 1975, sechs Monate vor ihrem Tod, in einem Hotelzimmer in Kopenhagen. In wenigen Stunden soll ihr der dänische Sonning-Preis für ihren Beitrag zur europäischen Kultur verliehen werden. Doch bei der Vorbereitung ihrer Rede scheint die Zeit zu zerfallen. Ist es Hannah Arendts Denken, also das Gespräch der Seele mit sich selbst, welches wir hier erleben, oder ist ihr geliebter Ehemann Heinrich Blücher – bereits 1970 verstorben – von den Toten auferstanden, um mit ihr gemeinsam über Plato zu philosophieren?

Wir begleiten eine der scharfsinnigsten und provokantesten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts auf eine Reise surrealen Erinnerns: von Deutschland und dem aufkommenden Faschismus über Frankreich bis nach New York City - wo zwischen Liebe und Staatenlosigkeit Arendts Suche nach einer geistigen Heimat zur Ruhe kommt. Dann aber: Jerusalem 1961, der Eichmann-Prozess. Was sich mit ihrer Theorie über die Banalität des Bösen als scharfe Gegenwartsanalyse entpuppt, entfacht gleichzeitig einen der größten Intellektuellen-Skandale. Welche Schlüsse ziehen wir daraus?

Mit ihrem bereits in Dänemark umjubelten fiktiven Drama imaginiert Rhea Leman in einem hellsichtigen Psychogramm Arendts Gefühlswelten und wagt dabei den Schritt ins Fantastisch-Absurde frei nach dem arendtschen Prinzip „Denken ohne Geländer“. Regisseur Tom Kühnel bringt diesen anregenden Abend lustvoll auf die Bühne und nimmt die Zuschauenden nicht nur mit auf eine Reise durch die Zeiten, sondern auch durch die Genres – vom Film noir bis zur Groteske.

„Neben einer überragenden Corinna Harfouch, die alle Facetten der Selbstbehauptung, des Zweifelns und der gedanklichen Schärfe nuanciert beherrscht, glänzen auch ihre beiden Mitspieler André Szymanski und Oliver Mallison in diversen Nebenrollen. (...) Ein wichtiger, eindringlicher Theaterabend über die Kraft des Denkens. Auch in finsteren Zeiten.“ Hamburger Abendblatt

„Was für ein Stück – ‚well made‘ ist es bis ins Detail; und Tom Kühnels Team formt es zum Sturm der Gedanken.“ nachtkritik

Denken in finsteren Zeiten
Von Rhea Leman

Thalia-Theater Hamburg

Inszenierung Tom Kühnel
Bühne Jo Schramm
Kostüme Ulrike Gutbrod
Musik Hannes Gwisdek
Video Jo Schramm
Dramaturgie Saskia Jablonska
Mit Corinna Harfouch (Hannah Arendt), Oliver Mallison (Adolf Eichmann und weitere), André Szymanski (Heinrich Blücher und weitere)    

GROSSE BÜHNE
DO, 10.12.26, 19:30 UHR, S 1
FR, 11.12.26, 19:30 UHR, S 2, TG 1
Preise 51 € / 42 € / 34 € / 26 €
Dauer ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause