In der Künstler-Bohème in Paris wird ausgelassen Karneval gefeiert. Der reiche Fürst Basil Basilowitsch hat sich in den Kopf gesetzt, Angèle Didier, umjubelte Sängerin an der Pariser Oper, zu heiraten. Doch sie ist bürgerlich und damit ist eine Ehe unmöglich. Eine Scheinehe auf Zeit mit einem Adeligen soll die Lösung sein. Den passenden Bräutigam findet der Fürst in dem notorisch verarmten Lebemann Graf René von Luxemburg – und so kommt es zur improvisierten Trauung im Künstleratelier, bei der sich Braut und Bräutigam getrennt durch eine Staffelei als Paravent nicht einmal sehen. Drei Monate später soll die Scheidung sein. Doch kurz vor Ende der Frist begegnen sich Angèle und René – und verlieben sich ineinander! Die Komplikation, dass die Verliebten bereits miteinander verheiratet sind, löst sich in einer Weise auf, wie sie nur die Operette erfinden kann! Mit dem spielerisch-leichten, mitunter auch frivolen Tonfall knüpft Franz Lehár mit Der Graf von Luxemburg an seine Erfolgsoperette Die lustige Witwe von 1905 an. Wiederum gibt Paris die Kulisse für ein turbulentes, auch erotisch fast schon gewagtes Lustspiel, das sich durch viele komische Situationen, interessante Typen des Bohème-Milieus, Wortwitz in den Texten, vor allem aber durch eine unerschöpflich scheinende Melodieerfindung auszeichnet. Die Uraufführung am 12. November 1909 im Theater an der Wien – dirigiert von Robert Stolz – bescherte dem Erfolgskomponisten Lehár einen weiteren großen Welterfolg, der sich bis heute in den Spielplänen der Theater findet.
Operette von Franz Léhar Libretto von Robert Bodanzky und Alfred Maria Willner
Pfalztheater Kaiserslautern
Musikalische Leitung Olivier Pols Inszenierung Tilman Gersch Bühne und Kostüme Andreas Becker Choreographie Elisabeth Margraf Chorleitung John Robert Lidfors Dramaturgie Andreas Bronkalla Koproduktion mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
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