THEATER IM
PFALZBAU
Pfalzbau 23 Extras
Extras

WORT UND WEIN

SamstagSa 6. April 6.04.201919:30 UhrTickets 15 €
Extras

WORT UND WEIN

Ein Fechter lernet nach unserer Vorstellung diese Kunst zu keinem andern Ende, als seiner eigenen Sicherheit und Ruhe halben. Er suchet niemand damit zu beleidigen, noch weniger durch diese Fertigkeit eine Herrschaft über die Schwächern zu erlangen. Niemand verabscheuet die Zänkereyen und die Beeinträchtigungen mehr als er, weil er weiß, daß das Vergnügen der menschlichen Gesellschaft dadurch am mehresten unterbrochen, wo nicht gar aufgehoben wird. Er lässet deswegen nicht nach, seine Sitten zu verbessern und die Menschen durch Gesälligkeit zu verbinden. Von Wunden und Narben ist er kein Verehrer.

In seiner Ausführung Anfangsgründe der Fechtkunst schildert der Göttinger Fechtmeister Anthon Friedrich Kahn 1739 das Fechten als wahren Gentlemen-Sport (unnötig zu erwähnen, dass inzwischen auch Frauen in dieser Sportart reüssieren). Und tatsächlich hat der Kampf mit Säbel, Degen und Florett eine Eleganz, die ihn beinahe in die Nähe des Tanzes rückt. Die Tradition des Fechtens ist Jahrtausende alt, in seiner heutigen verfeinerten Form geht der Fechtsport auf das Spätmittelalter zurück. Wie wenige andere Sportarten ist er außerdem Teil unserer Kultur: Im Film entwickelte sich ‚Mantel und Degen‘ zu einem eigenen Genre, und das Fechten auf der Bühne ist selbstverständlicher Part der Schauspielausbildung. In Deutschland kreuzen rund 25.000 Menschen jeden Alters in mehreren hundert Vereinen die Klinge. Seit der Anerkennung dieses Kampfsports als olympische Disziplin im Jahr 1896 konnten deutsche FechterInnen 42 Medaillen erringen, 13 davon aus Gold.
Unter dem Dach der TSG Friesenheim wurde 1954 eine Fechtabteilung gegründet. Bis zu viermal in der Woche wird dort trainiert, und besonders die Nachwuchsförderung steht hoch im Kurs. Die TSG Friesenheim hat sich zur festen Hausnummer im internationalen Fechtsport entwickelt und kann eine beachtliche Liste von Titeln und Medaillen vorweisen, u.a. hat sich zuletzt Renate Alles als Deutsche Meisterin im Degenfechten behauptet. Mit ihr und anderen Friesenheimer „Fechtprofis“ gehen wir der Faszination dieser Sportart als Wettkampf- und Showereignis nach. Wir lauschen Alexandre Dumas und anderen Dichtern, die im Fechten literarische Inspiration fanden.

Ungeheuer, Pechstein oder Musenhang – die Lagen des malerischen Weindorfs Forst an der Weinstraße tragen klingende Namen. Bewirtschaftet werden sie unter anderem von der Forster Winzerfamilie Lucas. Zwei Generationen arbeiten gemeinsam auf dem Lucashof, zu dessen Besitz außerdem begehrte Lagen in Deidesheim und Wachenheim zählen. Die Brüder Klaus und Hans Lucas sind passionierte Winzer und setzen auf naturnahen, umweltschonenden und konsequent biologischen Weinbau. So schaffen sie unverwechselbare, charaktervolle Rieslinge, die zu den Spitzenweinen der Pfalz gezählt werden können.

 

MUSKETIERE IN FRIESENHEIM

PFALZBAU BÜHNEN LUDWIGSHAFEN

SA, 06.04.19, 19:30 UHR

GLÄSERNES FOYER

Moderation Tilman Gersch

Zu Gast Fechterinnen und Fechter der TSG Friesenheim

Weingut Lucashof, Forst an der Weinstraße

Einheitspreis 15 € (inkl. drei Weinproben)