THEATER IM
PFALZBAU
Pfalzbau 14 Premieren 2020

Social dis-dancing Trailer: SA 04.07. PREMIERE Mêm u Zîn. Love Stories SA 26.09.

MAHALA LOVE STORIES
Film, gedreht von zwei Teilnehmerinnen der Mahala-Gruppe
Musik von Tayfun Ates
Leitung: Luise Rist
Assistenz: Stella Sachse

Die Gruppe Mahala International erzählt mit Elementen des Tanzes und kleinen, poetischen Texten über die Sehnsucht, einander näher zu kommen. Erste leibhaftige Begegnungen vor dem Theater, auf dem Berliner Platz und am Rhein finden in einer Choreografie des „social dis-dancing“ statt, und werden filmisch festgehalten. In MAHALA LOVE STORIES drehen wir uns um uns selbst und aufeinander zu. Zur Zeit der Corona-Krise trifft sich die Mahala-Gruppe auf Social-Media-Plattformen, was mehr oder weniger gut gelingt, wenn nicht alle Teilnehmenden über gute Wlan-Netze verfügen, und die meisten nur Handies, und keine Computer besitzen. Schwerer als diese Hindernisse wiegen allerdings andere; wer die deutsche Sprache noch kaum beherrscht, und wer keinerlei Erfahrung mit kreativen Hausaufgaben hat, kann sich auf die Entfernung gar nicht mehr äußern. In vielen chaotischen Gruppen-Chats reifte daher der Entschluss, dass wir uns, sobald es möglich ist, draußen an der frischen Luft verabreden, Abstand halten, - und wenn wir keine Zuschauer einladen können, stattdessen einen Film drehen.

Einen Film, der sich mit unserem Spielzeitthema MÊM U ZÎN love stories beschäftigt. Während unser Theaterstück um das Thema „Freiheit in der Liebe“ kreiste, dreht sich unser jetzt entstehender Film um Liebe in Zeiten von sozialer Distanz. Wer fehlt mir, wenn ich mich nicht verabreden darf, wer ist mein Freund, wer gehört zu mir? In Krisen treten Privilegien deutlicher zu Tage, und privilegiert kann schon sein, wer in einem Haus mit Garten wohnt.

 

Diejenigen Teilnehmer der Mahala, die in einer Sammelunterkunft wohnen, mussten lange dort in Quarantäne bleiben. Auch der Ramadan fällt in die Zeit der Corona-Krise, und beeinflusst die Kommunikation in der Gruppe.
 

Unsere erste erlaubte Wiederbegegnung auf dem Theaterplatz wird zu einem besonderen Event. Wir tanzen auf der Straße, mit viel Abstand, wir stehen zusammen, - aber weit auseinander- am Rhein, wir machen ein Picknick und dürfen keinen Becher teilen. Neue Erfahrungen prägen das Zusammenleben, und MAHALA LOVE STORIES zeigt, wie wir uns neu finden und kreativ neu erfinden.

Die Premiere des Stückes Mêm u Zîn. Love Stories  findet am 26.09.2020 statt.

 

Liebes Tagebuch! PREMIERE: FR 03.07.

Club Teenies I
Leitung: Angelika Baumgartner
Assistenz: Stella Sachse

Ein Tagebuch ist eine feine Sache: du kannst ihm einfach alles anvertrauen, es gibt keine Widerworte und ist immer für dich da – in jeder Lebenslage. Doch was passiert, wenn neun Kinder aus unerklärlichen Gründen plötzlich in einem riesigen Tagebuch gefangen sind? Welche Abenteuer müssen sie bestehen, um den Weg aus dem Chaos von Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Geheimnissen wieder herauszufinden?

Die Teilnehmer*innen des Club Teenies 1 haben dazu viele Ideen gesammelt, Szenen improvisiert und Tanzelemente erfunden, aus welchen alle gemeinsam ein Bühnenstück entwickeln wollten. Es sollte getanzt und gespielt werden und mit den Mitteln des Theaters in die Welten zwischen real und fantastisch mitreißen. Nun kam doch alles ganz anders als geplant, dennoch bleibt diese Geschichte bestehen. Aus dem bisherigen Material sowie weiteren Ergebnissen aus Einzelproben mit den Kindern, ihren Texten und Fotos, sowie Zeichnungen und Collagen ist jetzt ein gemeinsames Tagebuch entstanden, welches online zur Verfügung stehen wird und als gebundene Fassung an die Spieler*innen übergeben wird. Damit ein Eintauchen in diese Welt dennoch möglich wird.

Es wirken mit
Mia Beringer, Greta Schmitt, Anthoula Medina, Leni Molitor, Çan Payasli, Deliyah Joy Riggins, Nico Wanger, Zara-Maliah Meder, Jakob Fuhr

 

Jugendclub 14 + „Freie Sicht“ PREMIERE: SA 27.06.

Leitung Giuseppina Tragni
Assistenz Marie-Luise Hammann
Idee, Filmdreh- und Schnitt vom Jugendensemble

„Spürt ihr Vertrauen? Dieses warme Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, der bekannte Geruch der Bettwäsche, wenn man am Sonntagmorgen ins Bett der Eltern kommt? Das ist vorbei!“

Marius von Mayenburg dreht in seinem Drama die Blickrichtung um. Besorgte Perfektionseltern vermuten aufgrund beunruhigender Verhaltensänderungen in ihren Sprösslingen lauter kleine Bombenleger, denen nur noch mit fremder Hilfe beizukommen ist. Dabei haben sie doch alles richtig gemacht. Aber irgendwas stimmt nicht mit dem Kind. Still ist es geworden und lächelt nicht mehr. Und fest drückt es die Puppe mit dem herausgestochenen Auge an die Brust. Was befand sich wohl in dem grünen Paket, daß es auf dem Parkplatz in den Mülleimer geworfen hat? Eine Spirale aus Angst entsteht, Verdächtigungen und Zweifel setzen sich in Gang. Reale Bedrohung oder paranoide Verselbständigung?

Der Jugendclub des Jungen Pfalzbau zückt nun die Kameras, um diverse Momente, Szenen und Effekte fest zu halten, die ganz anders als gewöhnlich sein werden.


Es wirken mit
Josef Abdullah, Yusuf Beder, Laura Bonura, Allegra Bosch, Elizabeth-Marie Feliz, Christian Friebe, Jannis Grüning, Katharina Helfer, Hanna Hellmann, Jülide Kapan, Franziska Strauß, Josephine Strauß, Carlo Tragni, Amina Vrgovcevic

Beitrag des SWR zu der Produktion

 

Club Teenies 2 „Das Sternenversteck“ PREMIERE: MI 24.06.

Leitung Giuseppina Tragni
Assistenz Marie-Luise Hammann und Jasmin Nedic

„Manchmal reden die Erwachsenen darüber, wie schön es war, ein Kind zu sein… aber wovon haben sie geträumt, als sie Kinder waren? Ich glaube, sie träumten davon, endlich erwachsen zu werden.“

Es gibt viele Geschichten über Kinder, die nicht erwachsen werden wollen, wie zum Beispiel die Geschichte von Peter Pan, der mit Piraten kämpft und lieber für immer eine sorgenlose Kindheit auf der Insel Nimmerland verbringen möchte. Unsere Geschichte erzählt hingegen von Kindern, die sich nichts mehr wünschen, als erwachsen zu werden und endlich all das tun zu können, was man als Kind nicht tun kann. Die Kinderbande, inspiriert von der Romanvorlage „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke steht im Mittelpunkt. Ganz ohne Erwachsene schlägt sie sich in Venedig durch und wohnt in einem verlassenen Kino. Angeführt wird sie von Scipio, dem Herr der Diebe, der mit dem Verkauf seiner Beute die Kinderbande über Wasser hält. Unter ihnen auch Prina und Bo, die auf der Flucht vor ihrer Tante und dem Detektiv Viktor sind.

Kindsein oder Erwachsenwerden, ein Leben ohne Eltern, Freundschaft und Gemeinschaft spielen in dieser Geschichte eine große Rolle. Aus dem im Ursprung geplanten Bühnenstück entsteht nun eine Website, gemeinsam gefüllt und gestaltet von den Spieler*innen des Club Teenies II mit Texten, Fotos und Videos die einen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen sollen. Eine Fast-Dokumentation und noch mehr.

Der Link zum "Sternenversteck“ ist ab jetzt bis zum 24.08. verfügbar auf dieser Seite.

Es wirken mit
Ceyda Aygün, Ambra Bugia, Marica Bugia, Aaron Donner, Dalanda Fernandes, Patrick Koch, Jace Krehbiel, Ruby Nax, Arwen Özdemir, Alisya Payasli, Julia Peter, Lukas Sorg, Leo Thibodeaux, Lucia Wendt

 

GENÇ TIYATROM RONJA RÄUBERTOCHTER / HAYDUTUN KIZI RONJA PREMIERE: SA 06.06.

In derselben Gewitternacht, in der Ronja, die Tochter des Häuptlings der Mattisräuber, geboren wird, teilt ein Blitzschlag die Mattisburg entzwei. Die verfeindeten Borkaräuber nisten sich unbemerkt auf der abgetrennten Seite der Mattisburg ein, bis elf Jahre später Ronja im Wald dem gleichaltrigen Birk von den Borkaräubern im Wald begegnet.

Die Kindergruppe GENÇ TIYATROM des Theaters im Pfalzbau spielte die an das Buch angelehnte Erzählung unter den besonderen Umständen des Lockdowns des Corona-Virus als Hörbuch ein. Alle Kinder, die im Alter zwischen 6 und 10 Jahren sind, trugen online ihre Rollen vor und mit spannenden Geräuschen versehen wurde diese Geschichte mitreißend erzählt. Um die Internationalität der gemeinsam vorspielenden Kinder zu betonen, sind auch hin und wieder die Sätze in ihrer jeweiligen Muttersprache gesprochen. Das Stück wurde zusammen mit den Kindern ursprünglich als Theaterstück erarbeitet wobei die Kinder mit einer Mischung aus Improvisation und frei dem Buch nachempfundenen Szenen bald die gesamte Geschichte entwickelten. Hierbei fand auch ein steter Rollentausch statt, so dass verschiedene Kinder auch die ersehnten Hauptrollen spielen durften. Die Elemente der Choreografie, wie auch des Rollentauschs wurden durch eine zusätzliche Rolle eines Erzählers in das Hörbuch übersetzt.

Es haben mitgewirkt:
Rukiye Sara Acar, Anna Bender, Evren Bozkurt, Görkem Bozkurt, Emir Cakir, Elias Ehrlich, Cihangir Gökcimen, Fatima Güney, Pelin Günay, Mirza Karaman, Amelie Kitschke, Hannah Nagel, David Neidhöfer, Hasan Sariyildiz, Mahmud Sariyildiz, Zümra Sariyildiz


Das schillernde Kinder-Hörspiel ist unter folgendem Link zu finden:
http://www.schalldicht.com/ronja

oder man folgt dem Link neben dem Bild der mutigen Ronja Räubertochter.


Dieses Kinderhörspiel wurde erabeitet von der Gruppe des GENÇ TIYATROM unter der Leitung von Gülhan Akin und Daniel Döbel.