The Drift


THEATERSAAL

Mi, 4.4.2012,19.30 Uhr [TT, WA]
Do, 5.4.2012,19.30 Uhr [BR 3]


The Drift

Uraufführung
Choreographie: Helge Letonja, Video: Kyungwoo Chun
Musik: Gerhard Stäbler / Kunsu Shim
JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saarland
Eine Koproduktion von steptext dance project mit Montréal Danse
und Theater im Pfalzbau. steptext dance project wird gefördert
durch den Senator für Kultur Bremen. »Displacing Future«
wird gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e.V. –
Dreijährige Konzeptionsförderung aus Mitteln des Bundes.
Preise: 33 Euro, 28 Euro, 23 Euro, 18 Euro

»Er vertraut dem Tanz. Diese Leidenschaft lässt Helge Letonja sein Publikum spüren, indem er ihm durchaus auch Unerwartetes zumutet. […] Die Bewegung zum Tanz entsteht im Innern und schiebt den Körper ständig in die Welt hinaus, mal leise, mal weit um sich greifend. Dabei wird in aller Leichtigkeit auch das Dunkle und in der Düsterkeit das Hoffnungsvolle sichtbar.«
Melanie Suchy, Publikation zur Tanzplattform 2010
Der Choreograph Helge Letonja war unter anderem Tänzer beim Bremer Tanztheater unter Susanne Linke/Urs Dietrich und bei Jan Fabre. 1996 gründete er in Bremen die steptext dance company.
Ein interdisziplinäres kollaboratives Gesamtkonzept von Choreographie, Raumgestaltung und zeitgenössischer Musik zeichnen seine künstlerische Arbeit aus.
The Drift ist das zweite Stück der Trilogie Displacing Future, mit welcher Letonja die Themen Migration und Wanderungen ausleuchtet. Referenz- und Assoziationsraum der mit Tänzerinnen und Tänzern von steptext dance project und Montréal Dans besetzten Produktion ist der Ozean: Die Meere trennen und verbinden verlassene Heimat und ersehnte Ufer. In ihnen verlieren sich die Spuren jener Aufgebrochenen, die ihr Ziel nicht erreicht haben. Mit dem Sinnbild des Schwarms als Schutz versprechender Gemeinschaft fokussiert das Tanzstück die Suchbewegungen der Wandernden. Strömungen und umströmte Körper, Wirbel und Turbulenzen werden zu Parametern der Choreographie und zu Referenzen bei der Erkundung von Mechanismen der Eingliederung und Ausgrenzung. Zugleich tragen die Tänzerinnen und Tänzer auch ihre individuellen physischen Erzählungen in den von dem bildenden Künstler Kyungwoo Chung mit seiner Videokunst gestalteten Bühnenraum. Die von den beiden zeitgenössischen Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim eigens für The Drift geschaffene Musik wird vom JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saarland live gespielt.



Foto: Merit Esther Engelke