Cinderella


THEATERSAAL

Fr, 25.5.2012, 19.30 Uhr [BR 1]
Sa, 26.5.2012, 19.30 Uhr [BR 2, WA, JA]
So, 27.5.2012, 19.30 Uhr [SG B, TG 3, TG 5]


Cinderella

Musikalische Leitung: William Lacey
Choreographie: Meryl Tankard
Assistent und Ko-Choreograph: Paul White
Bühne und Kostüme: Cordelia Matthes
Film: Regis Lansac
Licht: Alexander Koppelmann 
Leipziger Ballett
Koproduktion der Oper Leipzig mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen und „cult!ur partner“ Leipzig/ Bremerhaven


Und wenn sie nicht gestorben sind…Wir kennen das alle. Wir träumen davon und glauben es nicht. Weil Märchen mit der Wirklichkeit so spielen, dass Träume daraus werden. Da haben wir zum Beispiel Aschenputtel. Mit den Tauben, dem Prinzen und dem Schuh.
Seit 1813 entstanden Ballette zu den Motiven aus dem Aschenputtel-Märchen. Zum Klassiker entwickelte sich der Ballettstoff allerdings erst nach der erfolgreichen Uraufführung der Choreographie zur Musik von Sergej Prokofjew 1945 am Bolschoi Theater Moskau. Prokofjews Ballett wurde seitdem immer wieder von Choreographen als Vorlage für ihre Adaptionen und getanzten Märchenphantasien genutzt.
Die international gefeierte australische Choreographin Meryl Tankard wird nun an der Leipziger Oper in die musikalische Märchen- und Phantasiewelt Prokofjews eintauchen. „Cinderella“, das klingt märchenhaft verträumt und gleichzeitig jung und frech. Deshalb hat sich Meryl Tankard, die mit dem Leipziger Ballett diesen Ballettklassiker neu bearbeitet, für den englischen Namen anstelle des deutschen „Aschenputtels“ entschieden.
Großstädtisch, laut, oberflächlich ist die (Bühnen-) Welt, in die die Tänzerin Isis Calil de Albuquerque als Cinderella hineinstolpert, hier gehört sie nicht hin. Unberührt von der Hektik und dem Jetset-Getue ihrer zickigen Schwestern traum-tänzelt sie in andere Wirklichkeiten. Und Meryl Tankard schafft mit ihrer Ausstatterin Cordelia Matthes und dem Filmkünstler Regis Lansac in poetischen und kraftvollen Bildschöpfungen Raum für diese Traumwelten. Selbst die Abfertigungshalle eines Flughafens verwandeln sie in einen verwunschenen Garten, bevölkert von Elfen, Feen und Nachtwesen.
Ein Einzelgänger ist auch der Prinz. Entrückt und geheimnisvoll durchschreitet der Tänzer Tomas Ottych in dieser Rolle seine Hofgesellschaft, ein Prinz aus einem fremden fernen Land. Ist es schicksalhafte Fügung, Traum oder von der guten Fee herbeigeführt, dass genau diese beiden einander begegnen, sich verlieren und am Ende zusammen finden?



Foto: Sascha Eilert