 THEATERSAAL
 Mo, 19.3.2012, 19.30 Uhr [SG A, TG 3, JA, WA] 
 Der Kaufmann von Venedig
 Schauspiel von William Shakespeare Inszenierung: Roberto Ciulli Dramaturgie: Helmut Schäfer Bühnenbild: Gralf-Edzard Habben Kostüme: Dejan Radulovic Musik: Gerd Posny Theater an der Ruhr Mülheim Preise: 33 Euro, 28 Euro, 23 Euro, 18 Euro
Antonio, ein reicher venezianischer Kaufmann, möchte seinen Freund Bassanio unterstützen, der sich in Portia, eine reiche junge Adelige, verliebt hat. Aber Portia darf nicht heiraten, wen sie will, sondern nur den, der das richtige von drei Kästchen wählt, die jeweils einen Sinnspruch tragen. Allein um bei dieser Lotterie dabeizusein, braucht Bassanio das Geld, er muss mit angemessenem Hofstaat erscheinen. Um Bassanio mit dem nötigen Geld unter die Arme greifen zu können, macht Antonio nun selber Schulden, und zwar bei dem jüdischen Geldverleiher Shylock. Doch dieser verlangt ein besonderes Pfand: ein Pfund Fleisch von Antonios Leib, wenn er zur bestimmten Zeit den Schuldschein nicht ein-lösen kann. Antonio willigt ein und unterschreibt den entsprechenden Schein, ist er sich doch sicher, dass seine Handelsschiffe, die zurzeit auf großer Fahrt sind, bald reich beladen nach Venedig zurückkehren werden. Doch die Ereignisse spitzen sich immer mehr zu, bis schließlich Shylock mit gewetztem Messer und sogar einer Waage vor Antonio steht … Roberto Ciullis Inszenierung von Der Kaufmann von Venedig ist Shakespeare-Adaption, -Reflexion und -Paraphrase in einem, eine Inszenierung mit Blick auf das 20. und den Beginn des 21. Jahrhunderts. Händler sitzen auf Kaffeehausstühlen und wissen nichts Wesentliches zu tun. Es sind junge Männer ohne Orientierung und ohne Lebensentwurf, die hier vorgestellt werden und die sich mit albernen Neckereien bei Laune halten.
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 Foto: R. Schatton |

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