 THEATERSAAL
 Fr, 16.12.2011, 11.00 Uhr Fr, 16.12.2011, 19.00 Uhr
Stück nach dem gleichnamigen Roman von Charles Dickens In englischer Sprache Inszenierung: Phil Smith, Paul Stebbings American Drama Group Einheitspreis: 21 / erm. 11 Euro
Die wohl bekannteste Erzählung von Charles Dickens von 1843 A Christmas Carol, auf Deutsch meist übersetzt als Eine Weihnachtsgeschichte, handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Obwohl die Drucklegung des Werkes zunächst mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten verbunden war, wurde das Buch binnen kurzer Zeit zum Renner. A Christmas Carol mag die beste Kurzgeschichte sein, die jemals geschrieben wurde, oder vielleicht auch nur die beliebteste oder die bekannteste oder eben einfach die vergnüglichste. Sie gehört jedenfalls zu Weihnachten wie Schnee, Kerzen und Plätzchen. Die Geschichte beeinflusst unsere Vorstellung von Weihnachten und erinnert uns daran, dass diese Zeit nicht nur aus Einkaufen und Naschereien besteht. Seit Jahren erfreut sich die Aufführung der Geschichte durch das TNT Theater London in englischer Sprache größter Beliebtheit bei dem großteils jugendlichen Publikum. Der Regisseur formuliert das Anliegen seiner Inszenierung folgendermaßen: „In A Christmas Carol steckt nicht nur ein Riesenspaß, sondern auch großer Ernst. Wenn sich Scrooge fast zu Tode fürchtet und Marley bis in alle Ewigkeit verdammt wird, entwirft Dickens damit auf seine ganz eigene, drastische Weise das Schreckensszenario, dass die Stadt London in Flammen aufgehen wird, wenn nicht Verzweiflung und Armut aus ihr verbannt werden. Jeder Regisseur, der diese Geschichte auf die Bühne bringen will, wird sich dem Konflikt stellen müssen, einerseits Dickens’ ernsten Themen gerecht zu werden und andererseits die Unterhaltungslust des Publikums zu stillen. Am besten tut man daran, Dickens auf seinem Weg durch London zu folgen. In der reichsten Stadt der Welt war zugleich die Armut am größten. Heutzutage ist die Armut in die Dritte Welt verbannt, in London und anderen Metropolen lebt es sich angenehm, doch die Botschaft von A Christmas Carol sollte dabei nicht in Vergessenheit geraten: Der Geist, der die Weihnachtszeit ausmacht, ist von der Freude erfüllt, das Fest mit anderen, insbesondere den Armen zu teilen. Für sie ist dieses Stück bestimmt. Frohe Weihnachten!“ Paul Stebbings
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