Musiktheater

Cherubin:
„Ich weiß nicht, wo ich bin, was ich tue,
bald in Frost, bald in Glut, ohne Ruhe!
Jedes Mädchen macht mich erröten,
jede Dame entzündet mein Herz.
Hör das Wörtlein Liebe ich nennen,
fühl’ in Glut ich die Wangen entbrennen.
Ach, und doch treibt mich, von Liebe zu reden,
ein Verlangen, das ich nicht deuten kann.
Wachend sprech’ ich von Liebe,
spreche von Lieb’ in Träumen,
mit Echo, Felsen, Bäumen,
mit Blumen an den Quellen.
Mit murmelnd klaren Wellen!
Und all’ die süßen Klagen –
Tragen die Lüfte fort. –
Und mag mich niemand hören,
red’ ich von Lieb’ mit mir!“


aus: Wolfgang Amadeus Mozart, „Die Hochzeit des Figaro“
Libretto von Lorenzo da Ponte