»Doch eigentlich nur mit wahrer Verzweifelung nehme ich immer wieder die Kunst auf: geschieht dies und muss ich wieder der Wirklichkeit entsagen, - muss ich mich wieder in die Wellen der künstlerischen Phantasie stürzen, um mich in einer eingebildeten Welt zu befriedigen, so muss wenigstens meiner Phantasie auch geholfen, meine Einbildungskraft muss unterstützt werden. Ich kann dann nicht wie ein Hund leben, ich kann mich nicht auf Stroh betten und mich in Fusel erquicken: ich muss irgendwie mich geschmeichelt fühlen, wenn meinem Geist das blutig schwere Werk der Bildung einer unvorhandenen Welt gelingen soll … Als ich jetzt wieder den Plan der Nibelungen und ihrer wirklichen Ausführung fasste, musste vieles dazu wirken, um mir die nötige künstlerisch-wollüstige Stimmung zu geben (…).« Richard Wagner
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