 KONZERTSAAL
 Sa, 11.2.2012, 19.30 Uhr [TG 2, TG 4] 
 3. Philharmonisches:Konzert
 Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Béla Bartók: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Solist: Elena Bashkirova (Klavier) Dirigent: Karl-Heinz Steffens Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Preise: 26 Euro, 20 Euro, 15 Euro
Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur erfreute sich zu Lebzeiten des Komponisten größter Beliebtheit, wird aber heute vergleichsweise selten gespielt. Das Werk wurde im Herbst des Jahres 1806 vollendet, also in einer Phase, in der sich Beethoven wegen seiner Liebe zur Komtesse Therese von Brunswick in einem absoluten Hochgefühl befand. Dies drückt sich besonders im markanten ersten Thema aus, das sich zu einer heiteren gefühlsmäßigen Ekstase fortspinnt. Ignaz von Seyfried charakterisierte den Tondichter zu dieser Zeit als »heiter, zu jedem Scherz aufgelegt, frohsinnig, munter, lebenslustig, witzig, nicht selten satirisch«. Dieses Glücksgefühl schlägt sich in seiner vierten Sinfonie nieder. 1802 fertiggestellt, 1803 uraufgeführt, wird die 2. Sinfonie in der Forschung als ein wichtiges Zeugnis für die inneren Kämpfe Beethovens gewertet. Er komponierte das Werk, als seine beginnende Ertaubung deutlich wurde. Die überschäumend positive Aussage der Sinfonie wird damit erklärt, dass Beethoven zu diesem Zeitpunkt noch die Hoffnung hatte, geheilt zu werden. An seinen Freund Wegeler schrieb er während der Arbeit die Zeile: Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht. Sein 3. Klavierkonzert schrieb Béla Bartók 1945. Es war sein Geburtstagsgeschenk an seine Frau, die Pianistin Ditta Bartók. Damit bildet es einen Kontrast zu seinen beiden ersten Klavierkonzerten, die er vor allem für sich selbst komponiert hatte. Ursprünglich sollte Ditta Bartók das Konzert 1945 in den Vereinigten Staaten uraufführen, doch war sie nach dem Tod Béla Bartóks im September des selbigen Jahres nicht dazu in der Lage. Die Uraufführung fand am 8. Februar 1946 posthum in Philadelphia unter der Leitung von Eugène Ormandy statt; Solist war der Bartók-Schüler György Sándor.
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 Elena Bashkirova, Klavier |

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