Der Solist, Tzimon Barto (...) beweist im langsamen zweiten Satz von Ravels Konzert eine enorme Sensibilität. Das wirkt filigran, zerbrechlich fast. Entrückt. Und wird von einem wahren Inferno beantwortet. Denn Ravel konnte natürlich auch anders. Den ersten und den dritten Satz (diesen erst Recht bei der Wiederholung als Zugabe) nimmt Steffens in einem Wahnsinnstempo. Da stoßen die Instrumentengruppentatsächlich an ihre Grenzen des Machbaren. Aber die Sache hat Schneid: Es grooved bisweilen. Man merkt wie modern Ravel eben auch war – gerade auch in den Passagen, in denen Steffens das Hässliche, zumindest Groteske dieser Musik bewusst herauskitzelt.
Frank Pommer, Die Rheinpfalz
Die Deutsche Staatsphilharmonie jedenfalls präsentierte sich unter der Leitung ihres Chefs äußerst konzentriert und kompakt (...) ein zupackendes Musizieren, das (...) zu erfreulich homogenen Ergebnissen führt, und dann ein Klang, der nie aus dem Ruder läuft, der genauso von Transparenz gekennzeichnet ist wie von dynamischer Unruhe aus der Mitte heraus. (...) Mit Blut, Schweiß und Tränen wird hier musiziert. Ein gelungener, heftig beklatschter Auftakt...
Mannheimer Morgen
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