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Konono N°1

Dienstag17. Mai17.05201620:00 UhrTickets 18 € - 15 €
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Konono N°1

Die legendäre kongolesische Band  Konono N°1 trifft in diesem Konzert auf den angolanisch-portugiesischen Künstler  Pedro Coquenão aka Batida. In ihrer Musik verbinden sich die Electronic Beats und organischen Grooves der Künstler zu einer ganz neuen, so bislang noch nie gehörten Form von Afro-Electro-Musik.

Konono N°1 wurde in den 1960er Jahren als "L'Orchestre Folklorique Tout Puissant Konono N°" von Mingiedi Mawangu, einem Virtuosen auf der Likembe (Daumenklavier), in Kinshasa gegründet. In den 1980er Jahren wurde der erste Track der Band außerhalb des Kongo auf einer Compilation namens Musiques Urbaines a Kinshasa in Zaïre veröffentlicht und Vincent Kenis war so fasziniert davon, dass er jahrelang versuchte, die Band ausfindig zu machen. Das gelang ihm erst in den frühen 2000er Jahren und mündete 2004 in der Veröffentlichung des ersten Congotronics-Albums. Der hypnotische und neue Sound der Band mit ihren elektrisch verstärkten Daumenklavieren und der wilden Rhythmus-Gruppe eroberte direkt die Indie- und Elektronik-Szene. Auftritte bei großen Rockfestivals wie Coachella, ATP, Sonar oder The Big Chill, gemeinsame Projekte mit Künstlern wie Björk oder Herbie Hancock folgten, Bands wie Grizzly Bear, Wilco, Animal Collective, Beck oder Thom Yorke nannten sie als großen Einfluss. Für ihre Zusammenarbeit mit Herbie Hancock an dem Album The Imagine Project bekam die Band 2011 einen Grammy. Live at Couleur Café, ein ebenfalls für den Grammy nominiertes Live-Album erschien 2008 und das nächste Studioalbum Assume Crash Position 2010. Mawangu ist mittlerweile verstorben und sein Sohn Augustin ist seitdem Kopf der Band.

"Diese sehr urbane Musik scheppert und kracht und groovt und hypnotisiert, sie ist Garagenmusik im besten Sinne: Ihre Instrumente sind aus allerlei Auto- und Elektronikschrott zusammengeschraubt. Es ist Trance-Musik: Archaische Gesänge und Trommelmuster, die jahrtausendelang der Geisterbeschwörung dienten, kommen kräftig verzerrt und metallisch verfremdet im 21. Jahrhundert an - eine Offenbarung." Die Zeit

"Eine einzigartige und kraftvolle Band. Ihre Musik, die niemals Avantgarde sein wollte, trifft perfekt ins Herz des experimentellen Rock und der elektronischen Musikszene, ohne dies überhaupt zu beabsichtigen." Pitchfork 

Mit

Augustin Makuntima Mawangu: Likembe, Vokals

Menga Waku: Vokals, Bass-Likembe

Pauline Mbuka Nsiala: Vokals, Percussion

Viencent Visi: Schlagzeug

Jacques Ndofusu Mbiyavanga: Percussion, Tam Tam