THEATER IM
PFALZBAU
Pfalzbau 14 Schauspiel
Schauspiel

Warten auf Godot

Sonntag 4. Dezember 4.12201619:30 UhrTickets 40 € - 22 €
Schauspiel

Warten auf Godot

Von Samuel Beckett

Seit mehr als sechzig Jahren warten zwei Landstreicher auf den Bühnen der Welt auf jemanden namens Godot, der aber nie kommt. Eine klassische Situation, eine Existenz-Chiffre, die den irischen Autor Samuel Beckett weltberühmt machte. Welche tiefere Erkenntnis sich hinter seinem „Godot“ verbirgt, ob Gleichnis oder gar nichts, darüber verweigerte Beckett stets jede Auskunft mit dem Hinweis: Hätte er sich klarer ausdrücken wollen, hätte er sich klarer ausgedrückt. Und so sind eine Vielzahl von Beschreibungen, Geheimnissen und Mutmaßungen über die philosophischen Lumpen Wladimir und Estragon im Umlauf. Bertolt Brecht zum Beispiel soll gesagt haben: „Weißt du, es gibt da eine Sache, die ich gern wüsste. Ich würde Beckett gern fragen, wo Wladimir und Estragon während des Zweiten Weltkriegs waren.“ Das liegt nahe, denn wenngleich das Stück erst 1953 uraufgeführt wurde, hat Beckett bereits 1948 mit der Arbeit an Warten auf Godot begonnen. Was also, wenn Wladimir und Estragon nicht nur die metaphysischen Clowns sind, als die wir sie kennen? Wenn das Stück nicht in „Absurdistan“ spielt, sondern eine historische Realität verbirgt? Waren Wladimir und Estragon - wie ihr Autor Beckett - in der Resistance? Was, wenn sie nicht auf Gott, sondern auf eine viel konkretere Erlösung warten? Auch heute noch?

Werkschau Thalia Theater Hamburg

SO, 04.12.16, 19:30 Uhr, S 2, TG 3, TG 4, WA

Inszenierung
Stefan Pucher

Bühne
Stéphane Laimé

Kostüme
Tabea Braun

Musik
Christopher Uhe

Mit
Jens Harzer (Wladimir), Mirco Kreibich (Lucky), Oliver Mallison (Pozzo), Jörg Pohl (Estragon)

Preise
40 € / 34 € / 28 € / 22 €

Nach der Vorstellung Empfang zum Abschluss der Festspiele Ludwigshafen
Nachgespräch im Gläsernen Foyer