THEATER IM
PFALZBAU
Pfalzbau 14 Musiktheater
Musiktheater

Herzog Blaubarts Burg / Der Zwerg

Freitag29. Januar29.01201619:30 UhrTickets 
Sonntag31. Januar31.01201619:30 UhrTickets 
Musiktheater

Herzog Blaubarts Burg / Der Zwerg

Das Libretto von Béla Bartóks einziger Oper beruht auf Balázs‘ Drama Das Schloss des Prinzen Blaubart, das wiederum aus dem Rohmaterial der Szekler Volksballaden schöpfte, diese jedoch zu nachvollziehbaren inneren Erlebnissen verarbeitete. Bartók veränderte den Text Balázs kaum und übernahm auch seinen dramaturgischen Aufbau: Herzog Blaubarts Auserwählte Judit ist dem dunklen Charisma ihres Geliebten verfallen und hat alle Bindungen an ihr früheres Leben für ihn aufgegeben. Ihre Eltern und ihren Verlobten zurücklassend, ist sie bereit, Blaubart in sein Nachtreich zu folgen. Dort findet sie sieben verschlossene Türen vor, die der Herzog erst nach großem Sträuben nach und nach, dann aber immer bereitwilliger für sie öffnet. Was sich dahinter verbirgt, lässt Judit erschauern. Ketten, Messer und Henkerbeile lassen auf eine Folterkammer schließen, die nächste Tür gibt den Blick frei auf die Waffenkammer. Mit wachsender Begeisterung zeigt Blaubart ihr seine Schatzkammer und einen Zaubergarten, doch so sehr er sie auch beeindrucken will, sie entdeckt überall Spuren von Blut und schreckt vor seiner Umarmung zurück. Dennoch treibt tödliche Neugier sie weiter voran bis zum Tränensee ihrer Vorgängerinnen. Da weiß sie, dass sie den früheren Frauen Blaubarts auf immer ins Reich der Nacht folgen wird...

Das Werk Der Zwerg sollte ursprünglich als Gemeinschaftsarbeit Zemlinskys mit Franz Schreker entstehen. Zemlinsky hatte sich von Schreker ein Libretto über die „Tragödie des hässlichen Mannes“ gewünscht. Da Schreker den Stoff schließlich jedoch selbst vertonte (Die Gezeichneten), kam Zemlinsky erst wieder in Zusammenarbeit mit Georg C. Klaren auf Oscar Wildes Märchen Der Geburtstag der Infantin zurück. Der Zwerg ist das Geburtstagsgeschenk der spanischen Infantin, die in aller Unschuld auf seine munteren Scherze eingeht. Er jedoch deutet dies als Zuneigung und Liebe. Sie ahnt nicht, dass er sich seiner Hässlichkeit nicht bewusst ist, weil man am Hofe stets zu verhindern wusste, dass er sich selbst im Spiegel sieht. Selbstsicher und verliebt fühlt er sich so lange als Ritter, bis sein Blick in einen Spiegel fällt. Er muss erkennen, dass seine Träume angesichts seiner Hässlichkeit nicht in Erfüllung gehen werden.

Pfalztheater Kaiserslautern

Musikalische Leitung
Uwe Sandner

Inszenierung
Urs Häberli

Bühne
Thomas Dörfler

Kostüme
Ursula Beutler

Chor 
Johannes Köhler

So, 31.01.2016 AL 1

Preise
44 € / 37 € / 30 € / 23 €