 THEATERSAAL
 Sa, 6.11.2010
 Richard-Wagner-Tag
 Richard Wagner gewidmet
 Edda-Lesung
 Die Edda gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen nordischer Kultur und enthält wichtige Quellen der deutschen Literatur. Auch Wagner hat sich aus diesem Schatz bedient. Das »Neue EnsemblE« liest Auszüge aus den Götter- und Heldenliedern in der berühmten Übertragung von Karl Simrock.
 Butoh-Performance
 Der Jugendclub Kritisches Theater zeigt in einer Performance, die mit Elementen des modernen japanischen Tanztheaters (Butoh) arbeitet, seine Auseinandersetzung mit dem Thema Macht und Liebe, wie es in Wagners Rheingold-Ouvertüre thematisiert wird und zum Ausdruck kommt. Diese Performance ist das Ergebnis eines Workshops, der von Holger Endres geleitet wird.
 Tatort: eine Detektivgeschichte
 Eine Gruppe des Kinder-Spiel-Theaters aus etwa 15 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren nimmt die Ermittlungen eines längst gelösten Falles wieder auf. Sie stellt die Frage, warum Siegfried, die Figur aus der alten germanischen Sagenwelt, getötet wurde. Das Umfeld wird untersucht, Verdächtige werden wieder befragt, Alibis in Frage gestellt, Situationen nachgestellt. Tatort im Theater? Kommissare im Einsatz in einem Stationen-Drama. Eine Wanderung auf den Spuren des Siegfried-Mordes, durch die geheimnisvollen Gänge des Theaters. Die Jugendlichen binden ihr Publikum in die Ermittlungen ein, nehmen sie mit auf eine Reise, die mehr Fragen aufwerfen soll als Antworten finden will.
 Leuchtende Liebe, lachender Tod
 Wesendonck-Lieder und Briefe
Es liest Hansgünther Heyme
Gesang: Fabienne Grüning
Klavier: Hilko Dumno
Zwischen Mathilde Wesendonck und Richard Wagner entwickelte sich eine tiefe »Seelenfreundschaft«, sie war seine Muse, bei ihr fand er Verständnis für sein Künstlertum, das ihm seine eigene Frau offenbar nicht geben konnte. Mathilde sowie die Dreieckssituation zwischen ihm und dem Ehepaar Wesendonck inspirierte ihn letztlich zu seiner Oper Tristan und Isolde. Wagner vertonte auch fünf von Mathildes Gedichten, heute als Wesendonck-Lieder bekannt. Zwei davon bilden musikalische Vorstudien zu Tristan und Isolde. Mit diesem Werk setzte Wagner seiner Liebe zu Mathilde Wesendonck ein musikalisches Denkmal: Sie war seine »Isolde«. Das Vorspiel zur Walküre widmete er ihr mit den Initialen G.S.M. – »Gesegnet sei Mathilde«.
Weitere musikalische und Film-Beiträge sind in Planung. Bitte beachten Sie hierzu die aktuellen Informationen in unserem Theatermagazin.
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