 GLÄSERNES FOYER
 Fr, 28.10.2011, 19.30 Uhr
 no ballet: Kampfansage oder Plädoyer Podiumsdiskussion
 Mit Susanne Linke, Reinhild Hoffmann und Juliane Rößler zum 6. Internationalen Choreographie-Wettbewerb no ballet Moderation: Kajo Nelles (Leiter der Internationalen Tanzmesse NRW) Einheitspreis: 5 Euro
Susanne Linke und Reinhild Hoffmann, die »grandes dames« des zeitgenössischen Tanzes, gehören – gemeinsam mit Pina Bausch und Johann Kresnik – zu den Pionieren des deutschen Tanztheaters und haben die choreographische Landschaft Deutschlands bis heute entscheidend geprägt. In ihren Choreographien vereinen sie sowohl das Erbe des deutschen Ausdruckstanzes der Vorkriegszeit als auch das zeitgenössische deutsche Tanztheater und haben damit wesentlich zur internationalen Anerkennung des (deutschen) zeitgenössischen Tanzes beigetragen. Gemeinsam mit Juliane Rößler diskutieren die beiden Ikonen über das provokante Motto des seit Jahren erfolgreich in Ludwigshafen ausgetragenen Choreographie-Wettbewerbes. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich mit Fragen und Anregungen in die Gesprächsrunde einzubringen. Susanne Linke, ausgebildet bei Mary Wigman und an der Folkwang Hochschule, leitete nach Jahren als Tänzerin im »Folkwang Tanz Studio« unter der Leitung von Pina Bausch später selbst fast zehn Jahre lang diese international renommierte Company. Ihre Werke wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet und weltweit aufgeführt. Sie schuf Werke für die Limón Company in New York, die Pariser Oper und das Nederlands Dans Theater. 2007 wurde Susanne Linke der deutsche tanzpreis verliehen. Reinhild Hoffmann, ebenfalls an der Folkwang Hochschule bei Kurt Joos ausgebildet, gründete 1978 am Bremer Theater ein eigenes Tanztheater-Ensemble, später wirkte sie am Schauspielhaus Bochum. Ihre Stücke erhielten zahlreiche Auszeichnungen. 1983 wurde Reinhild Hoffmann der renommierte Kritikerpreis verliehen: »Die Auszeichnung gilt einer Choreographin und Tänzerin, die seit Ende der siebziger Jahre dem modernen Tanz in der Bundesrepublik wesentliche Impulse gegeben hat. Es ist ihr gelungen, den freien Tanz in den Betrieb eines städtischen Theaters zu integrieren und zur internationalen Ausstrahlung des zeitgenössischen Tanzes beizutragen.« Seit 1995 arbeitet Reinhild Hoffmann freischaffend mit dem Schwerpunkt Regie im Musiktheater. Juliane Rößler, vielfach ausgezeichnete Choreographin der nachfolgenden Generation, ist seit 2006 Initiatorin und Künstlerische Leiterin von no ballet am Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen.
|

|