 THEATERSAAL
 Sa, 27.11.2010, 19.30 Uhr [BR 1]
So, 28.11.2010, 19.30 Uhr [BR 2]
Mo, 29.11.2010, 19.30 Uhr [BR 3, WA]
 Creation 2010 – Apokalypse
 (Deutsche Erstaufführung)
Choreographie: Angelin Preljocaj
Bühne: Subodh Gupta
Musik: Laurent Garnier
Kostüme: Igor Chaparin
Bolschoi Ballett / Ballet Preljocaj
Preis: 28 Euro bis 52 Euro
Sicher haben viele Ballett-Begeisterte noch die märchenhaft-phantasievolle Aufführung des Schneewittchen der französischen Compagnie um den Choreographen Angelin Preljocaj in Erinnerung. In seiner aktuellen Kreation, die im Theater im Pfalzbau ihre deutsche Erstaufführung erleben wird, beschäftigt sich der ambitionierte Künstler mit der Apokalypse und versucht zu entdecken, was sich hinter unseren modernen Ritualen verbirgt. Anlässlich des Frankreich-Russland-Jahres 2010 wird Angelin Preljocaj seine Choreographie zum Teil mit den Tänzern seiner eigenen Compagnie, zum Teil mit den Tänzern des Bolschoi-Balletts erarbeiten, wobei die Aufführung nach der Premiere in das jeweilige Repertoire beider Compagnien aufgenommen werden soll.
Für die Realisierung dieser neuesten Produktion hat sich Angelin Preljocaj erneut mit einem illustren Team umgeben: Der indische Künstler Subodh Gupta, der fasziniert ist von Gegenständen, die eine kulturelle Identität herstellen, wird das Bühnenbild entwerfen. Mit Vorliebe verwandelt er alltägliche Objekte in Kultobjekte und spielt mit dem glanzvollen Prunk indischer Werkzeuge, die er so sehr verfremdet, dass die Ambivalenz ihres ursprünglichen Sinns und Zwecks hervortritt. Der musikalische Leiter Laurent Garnier gehört zu den Hauptvertretern auf dem Gebiet der Techno Musik. Er versteht es, der Musik ein Gefühl von Trance zu verleihen und sie wie ein modernes Ritual zu vollziehen, wie eine Avantgarde-Zeremonie mit alten Wurzeln. Igor Chapurin schließlich ist der aufkommende Star in der russischen Modewelt. Er hat bereits mit dem Bolschoi-Ballett gearbeitet und seine jüngsten Entwürfe erinnern an Nymphen und Göttinnen, gekleidet in beigefarbenes und graues Leder, verziert mit Metallblenden, oder umhüllt von griechisch anmutenden Überwürfen, die die Träger wie moderne Statuen erscheinen lassen. Gemeinsam mit diesen jungen Kreativen wird Angelin Preljocaj in unsere ältesten gemeinsamen Glaubensüberzeugungen eintauchen und unsere moderne Ära darin baden lassen.
|

|