Werte Damen und Herren, liebe Besucher des Theaters im Pfalzbau, Freunde der Festspiele Ludwigshafen, Liebhaber und neue Verehrer von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen, werte und treue Freunde der Festwoche Türkei, liebe junge Gäste: Ein großes Angebot liegt vor Ihnen, das Angebot der Spielzeit 2010/ 2011. Wieder einmal wird saniert, diesmal die gläserne »Außenhaut« des Pfalzbaus – und so beginnen wir erst später im Herbst mit dem nun schon zum 5. Mal ausgetragenen Choreographie-Wettbewerb no ballet vom 7. bis 9. Oktober, an den sich wie immer am letzten Tag zum krönenden Abschluss der HipHop- und Streetdance-Wettbewerb +phat_skillz//dance anschließt.
Vieles ist zur Tradition geworden, darauf sind wir sehr stolz, und manches, wie Richard Wagner, ist ganz neu. Als große Sensation für Ludwigshafen, ja für Rheinland-Pfalz wird die Premiere von Wagners Rheingold im Theater im Pfalzbau stattfinden. In Zusammenarbeit mit der Oper Halle/ Saale und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz entsteht Richard Wagners Ring hier bei uns für Sie! 2013 jährt sich zum 200. Male der Geburtstag des Komponisten. Mit der Walküre werden wir die VII. FESTSPIELE LUDWIGSHAFEN im Herbst 2011 eröffnen und zur Eröffnung der VIII. FESTSPIELE im Herbst 2012 werden Siegfried und Die Götterdämmerung auf die Bühne gebracht.
Unter dem Thema des großen Ludwigshafener Philosophen und Soziallehrers Ernst Bloch »Sich ins Rechte denken, dieser Wille hat mehr als je zu wirken.« stehen die VI. FESTSPIELE LUDWIGSHAFEN. Alle Vorstellungen, die wir für die VI. FESTSPIELE erarbeitet oder eingeladen haben, werden sich der anstehenden Debatte um Recht künstlerisch stellen.
Wagner hat sich, bevor er sich an die jahrzehntelange Arbeit des Rings wagte, intensiv mit den antiken Texten Sophokles’ beschäftigt – die Antigone galt ihm als Vorlage zur Brunhilde im Ring.
In Kooperation mit dem Pfalztheater Kaiserslautern erarbeite ich in der Fortsetzung der so erfolgreichen Beschäftigung mit dem Ödipus des Sophokles – fast alle Vorstellungen waren ausverkauft und gefüllt mit sehr jungen Theatergängern – die Antigone des Sophokles. Es gibt keinen Theatertext, welcher Staats-Recht bzw. Natur-Recht so intensiv und dialektisch diskutiert wie die Antigone des Sophokles. Bitte studieren, prüfen, wägen Sie nun unser Angebot: die Festspiele, das Kinder- und Jugendtheater – vor allem in vorweihnachtlicher Zeit –, das hochkarätige Tanztheater-Programm innerhalb der Festspiele, das großzügig von der BASF unterstützt wird, und im Laufe des Jahres das Schauspielangebot – sicher wird die Koproduktion des Faust aus Reykjavik einen Höhepunkt darstellen. Sie werden die Gruppe um Gísli Örn Gardarsson noch in Erinnerung haben: Im Jahr 2006 löste sein Woyzeck in Ludwigshafen Begeisterungsstürme aus.
Freuen Sie sich wiederum auf die Festwoche Türkei und auf unser weiteres Jahresprogramm. Wählen Sie unter allen Höhepunkten die Ihren aus. Ich begrüße Sie mit offenen Armen!
Ihr Hansgünther Heyme
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|  »Antigone« (Deutsch von Wolfgang Schadewaldt)
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|  »Beautiful Thing« (Choreographie: Padmini Chettur)
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|  »Orbo Novo«
Choreographie von Sidi Larbi Cherkaoui
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